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08.07.2010 - Direktkostenfreie Leistung in der Schweinemast
(DTC) Ein wirtschaftliches Produktionsmanagement zählt mehr als mit erheblichem Kostenaufwand erkaufte hohe biologische Leistungen. Diese Aussage erhärtet sich speziell vor dem Hintergrund, dass die kostengünstige Schweinefleischproduktion in Deutschland als Nettoexporteurland eine ausschlaggebende Rolle im europäischen und internationalen Wettbewerb spielt. „Ein ausgewogenes Verhältnis von Leistungsniveau und Aufwand, welches ein Maximum an Wertschöpfung sichert, muss Ziel der Schweinemäster sein“. Als Basis einer ertragreichen Schweinemast sind die folgenden biologischen Richtwerte anzustreben:
- 800 g Tageszunahmen je Schwein,
- Magerfleischanteil von mindestens 56,5 %,
- Verlustrate von unter 2 % ,
- Futterverwertung von unter 1 : 3 ,
- mindestens drei produzierte Mastschweine/Stallplatz/Jahr.
Es muss davor gewarnt werden, hohe Leistungen mit einem überhöhten Aufwand zu realisieren. So sind die Tageszunahmen und der Magerfleischanteil immer im Zusammenhang mit dem Futteraufwand und den Verlusten zu sehen. Erfolgreiche Betriebe setzen sich für einen dosierten Leistungsanstieg ein, bei dem der erhöhte Aufwand durch höhere Erlöse effizient erwirtschaftet wird.
Vortrag von Dr. Gunter Hallfarth, Mitteldeutscher Schweinezuchtverband, Lichtenwalde, auf dem 16. Mitteldeutschen Schweine-Workshop in Bernburg vom 28. – 29. Mai 2010

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