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15.07.2010 - Ernteprognosen verschlechtern sich deutlich
(dlz) Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat seine monatliche Ernteschätzung nach der außergewöhnlichen Hitzewelle der vergangenen Wochen deutlich gesenkt.
Im Vergleich zum witterungsbedingt günstigen Vorjahr erwartet der DRV in Deutschland knapp acht Prozent niedrigere Getreidedurchschnittserträge von 66,2 dt/ha. Vor vier Wochen lag die Ertragserwartung noch 4 dt/ha höher. Die anhaltende Hitze hat insbesondere die Weizen- und Maisbestände sowie spät gesäte Sommersaaten überproportional geschädigt. Die aktuell geschätzte Erntemenge von 44,2 Mio. t Getreide wird das Vorjahresergebnis von 49,7 Mio. t um voraussichtlich 5,3 Mio. t oder 11 Prozent verfehlen.
Weitere Korrekturen möglich
Sollte die Hitzewelle anhalten, sind weitere Korrekturen nach unten nicht auszuschließen. Schwache und notreife Triticale-, Roggen- und Gerstenschläge müssten dann gehäckselt und der Aufwuchs in Biogasanlagen verwertet werden. Der Kornertrag dieser Flächen wird dann dem Markt zusätzlich entzogen.
Zehn Prozent wengier Raps
Auch bei Raps veranschlagt der DRV den bundesweiten Durchschnittsertrag witterungsbedingt niedriger. Erwartet werden nur noch 38 dt/ha. Dies wären je Hektar Anbaufläche knapp 5 dt oder 11,5 Prozent weniger als im Rekordjahr 2009. Besonders hohe Hitzeschäden erwartet der DRV in Ostdeutschland und Niedersachsen. Die Rapsernte von 5,6 Mio. t wird das Vorjahresergebnis von 6,3 Mio. t um mehr als zehn Prozent unterschreiten. Der DRV aktualisiert seine Ernteprognose letztmalig Mitte August.
dlz agrarmagazin, jo

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