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30.03.2010 -  Ferkelkastration soll bald der Vergangenheit angehören

(Pigpool) Über aktuelle Herausforderungen in der deutschen Schweinefleischbranche informiert eine Fachtagung, die der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) am 12. Mai in Lübeck veranstaltet. Nach Angaben des ZDS werden in der Bundesrepublik trotz knapper Margen in der Schweinehaltung und interessanter Alternativen in der Energiewirtschaft neue Ställe gebaut, insbesondere für die Mast. Zudem seien die Schlachtungen in den letzten zehn Jahren jährlich um rund 1 Million auf mehr als 55 Millionen gestiegen. Gleichzeitig habe sich Deutschland innerhalb kurzer Zeit zum Nettoexporteur entwickelt, mit Absatzmärkten in aller Welt, insbesondere in Europa und Asien. Dies zeuge von einer enormen Leistungsfähigkeit des Wirtschaftssektors. Das belege auch der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch, der sich bei nahezu konstantem Verbrauch innerhalb von 20 Jahren von knapp 80 % auf etwa 110 % erhöht habe. Laut ZDS hat die Attraktivität des deutschen Marktes mittlerweile auch Ausstrahlung auf Anbieter aus Dänemark und den Niederlanden. Daneben sei ein Trend zur regionalen Herkunft zu erkennen. Der Kosten- und Erfolgsdruck sowie zunehmende Anforderungen des Umwelt- und Tierschutzes führten zu neuen Herausforderungen und beschleunigten so den Strukturwandel. Daraus resultiere eine Entwicklung zu bäuerlichen Kleinunternehmen mit Fremd-Arbeitskräften und neuen Managementanforderungen. Diese Dynamik ziehe eine Verschärfung des interregionalen europäischen Wettbewerbs nach sich, der gravierende Auswirkungen auf alle Stufen der Produktionskette - von der Züchtung bis zur Schlachtung - zur Folge habe. Auf der Fachtagung wolle man insbesondere den Bestimmungsfaktoren für diese Entwicklung nachgehen.
Quelle: raiffeisen.com