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04.03.2010 - Genomische Selektion beim Schwein
Die genomische Selektion hat das Ziel, die genetischen Informationen der Chromosomen mit Hilfe von genetischen Markern zu typisieren. An Hand einer Schätzformel wäre eine Voraussage des genetischen Leistungsvermögens in bestimmten Zuchtmerkmalen möglich. Dennoch behält die klassische Leistungsprüfung ihren Wert. Wie Prof. Dr. Ernst Tholen, Institut für Tierzuchtwissenschaften, Bonn, jetzt auf einer Fortbildungsveranstaltung für Schweinehalter in Reken erläuterte, ist die genomische Selektion zur Zeit nur eingeschränkt sinnvoll für Schweinezuchtprogramme. Es scheint, dass komplexe Merkmale mit der genomischen Selektion verbessert werden können. „Allerdings liegt die Genauigkeit der Zuchtwertbestimmung bei der genomischen Selektion nur unwesentlich höher als bei der Leistungsprüfung. Dem stehen Typisierungskosten von jährlich 225.000 € bei einer 500 Stammsauen zählenden Herde gegenüber“, stellte Tholen Kosten und Nutzen gegeneinander.

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