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Nährstofflexikon
Hier werden Fachbegriffe verständlich erklärt.
Sie sind alphabetisch geordnet.
ß
ß-Carotin
ß-Carotin ist eine Vorstufe des Vitamins A und kann im Organismus des Tieres zum Vitamin A umgewandelt werden. Das als Provitamin A bezeichnete ß-Carotin hat aber auch eigenständige Aufgaben im Organismus. So stimuliert es die Progesteronsynthese und beeinflußt darüber den Aufbau der Unterusschleimhaut. Außerdem kommt dem ß-Carotin eine antioxidative Wirkung zu, was u.a. zu einer verbesserten Immunität führt. Bei einem Mangel an ß-Carotin im Körper kann es zu Fruchtbarkeitsstörungen wie verlängerte Brunstdauer, stille Brunst, Zystenbildung und verzögerter Ovulation kommen. ß-Carotin gehört zur Gruppe der sogenannten Carotinoide und findet sich vor allem in den grünen Pflanzenteilen in einer Konzentration von 10-200 mg/kg. Besonders reich an ß-Carotin sind Luzerne, Gras und Grassilage und Karotten. Getreide und die bei der Getreideverarbeitung anfallenden Nebenprodukte wie Weizenkleie enthalten demgegenüber sehr wenig ß-Carotin. Oxidationsprodukte der Carotinoide (Xanthophylle, Zeaxanthin) werden häufig als Naturfarbstoffe verwendet, so z.B. bei der Legehennenfütterung als Dotterfarbstoff. Carotinoide sind in der Natur weit verbreitet und sind dort für die gelben bis roten Farbtöne verantwortlich. Man findet sie z.B. in Blüten, grünen Pflanzenteilen, in Maiskörnern, Tomaten, Karotten, Orangen, aber auch im Gefieder von Vögeln sowie in Fischen und Krebsen.
Die heute vorwiegend synthetisch hergestellten Carotinoide sind mit den natürlichen Substanzen identisch und werden vom Organismus der Tiere in gleicher Weise verarbeitet wie die natürlichen Carotinoide.

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