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Rohstofflexikon

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Zitrustrester

Nebenprodukt der Saftgewinnung aus Zitrusfrüchten (Citrus ssp.) für die menschliche Ernährung durch Pressen. Zitrustrester stellt aufgrund seines hohen Gehaltes an Hemicellulosen, Cellulosen und Pektinen ein energiereiches Mischfutter ergeben'); return true;" onkeypress="popup('236' , 'Einzelfuttermittel','Unter Einzelfuttermittel versteht man die einzelnen Rohstoffe, die in richtiger Mischung und in Verbindung mit lebensnotwendigen Zusatzstoffen wie bestimmten Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen dann das Mischfutter ergeben'); return true;" onmouseout="popout('236'); return true;" onkeyup="popout('236'); return true;">Einzelfuttermittel für Wiederkäuer dar, da diese Tierart die vorstehend genannten Nicht-Stärke-Polysaccharide im Pansen über die Pansenmikroben sehr gut energetisch umsetzt. Neben diesen Nährstoffen enthält Zitrustrester ca. 12 % Rohfaser und ca. 6 % Rohprotein.

Zitrustrester
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg900,00
Rohprotein, g/kg64,00
Lysin, g/kg1,20
Methionin, g/kg0,50
Methionin
+Cystin, g/kg
1,00
Threonin, g/kg1,50
Tryptophan, g/kg0,40
UDP, %
vom Rohprotein
35,00
nXP, g/kg128,50
RNB, g/kg-10,30
Rohfaser, g/kg130,00
Rohfett, g/kg20,00
Zucker, g/kg210,00
Stärke, g/kg80,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
30,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
24,00
NDForg, g/kg216,00
ADForg, g/kgk.A.
NFC, g/kg85,50
Strukturwert
(SW), /kg
0,14
Rohasche, g/kg58,00
ME, MJ/kg
(Schwein)
8,20
ME, MJ/kg
(Geflügel)
k.A.
ME, MJ/kg
(Rind)
11,05
NEL, MJ/kg6,90
Calcium, g/kg16,00
Phosphor, g/kg1,20
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
0,12
Natrium, g/kg0,40

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Zuckerrübenmelasse

Nebenprodukt der Gewinnung von Zucker (Saccharose) aus der Zuckerrübe (Beta vulgaris ssp. vulgaris ssp. altissima). Die Zuckergewinnung erfolgt in mehreren Schritten. Zur Gewinnung des Rohsaftes werden die gewaschenen und geschnitzelten Rüben mit 80 bis 90 °C warmem Wasser im Gegenstromprinzip ausgelaugt. Als Rückstand verbleiben die Nassschnitzel. Der gewonnene Rohsaft wird weiter gereinigt. Dieser sogenannte gereinigte Dünnsaft wird durch Eindampfen (zuletzt unter Vakuum) konzentriert. Aus dem entstehenden Dicksaft kristallisiert die Hauptmasse des Zuckers aus und wird in Zentrifugen vom flüssigen Rückstand, der Zuckerrübenmelasse, abgetrennt. Durch Raffination, d.h. durch nochmaliges Auflösen und erneute Kristallisation wird der noch braungefärbte Rohzucker von anhaftenden Melasseresten gereinigt. Es entsteht der für die menschliche Ernährung verwendete Weißzucker sowie weitere Zuckerrübenmelasse. Der wichtigste wertbestimmende Bestandteil ist Zucker (ca. 50 - 55 %), vornehmlich Saccharose. Daneben enthält die Melasse alle wasserlöslichen Nichtzuckerstoffe der Rübe, vor allem Rohproteinverbindungen (ca. 10 -12 %, davon ca. 50 % Betain). Zuckerrübenmelasse findet im Futter für fast alle Tierarten Verwendung. Die Einsatzrate wird durch den hohen Zuckergehalt bestimmt und begrenzt.

Zuckerrübenmelasse
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg770,00
Rohprotein, g/kg105,00
Lysin, g/kg0,60
Methionin, g/kg0,20
Methionin
+Cystin, g/kg
0,40
Threonin, g/kg0,80
Tryptophan, g/kg0,40
UDP, %
vom Rohprotein
25,00
nXP, g/kg123,70
RNB, g/kg-3,00
Rohfaser, g/kg4,00
Rohfett, g/kg2,00
Zucker, g/kg484,00
Stärke, g/kg0,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
0,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
0,00
NDForg, g/kg0,00
ADForg, g/kg0,00
NFC, g/kg577,00
Strukturwert
(SW), /kg
-0,35
Rohasche, g/kg79,30
ME, MJ/kg
(Schwein)
10,30
ME, MJ/kg
(Geflügel)
10,85
ME, MJ/kg
(Rind)
9,45
NEL, MJ/kg6,05
Calcium, g/kg1,70
Phosphor, g/kg0,20
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
0,02
Natrium, g/kg6,80

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh